“Ein Bibelstudium auf meinem Campus ist der Ort, an dem ich erstmals verstand, dass Gott meinen Namen kannte.”
Amara
Amara kam mit einer festen Überzeugung an die Universität in Nairobi: Sie würde ihren Glauben und ihr Studium in getrennten Räumen halten. Ein Bibelstudium auf dem Campus war nicht Teil des Plans, aber eine Kommilitonin lud sie immer wieder ein, Woche für Woche, ohne Druck.
Schließlich ging sie aus Höflichkeit mit. Was sie fand, war ein kleiner Kreis von Studenten, die gemeinsam ein einzelnes Kapitel der Schrift lasen und ehrliche Fragen stellten — kein Vortrag, keine Aufführung, nur Menschen, die einem alten Text und einander Aufmerksamkeit schenkten.
„Ich bin mit Glauben aufgewachsen, aber niemand hatte mich jemals gefragt, was ich wirklich denke,“ sagt sie. „Dieses Studium ist der Ort, an dem ich erstmals verstand, dass Gott meinen Namen kannte — nicht nur die Menschen im Allgemeinen, sondern mich.“
Drei Jahre später leitet Amara ein eigenes Studium auf demselben Campus und trifft sich weiterhin in demselben ausgeliehenen Klassenzimmer am Dienstagabend.


